Haushaltsgeräte entkalken

Leider gibt es in Deutschland nur wenige Gebiete in denen das Wasser so angenehm weich ist wie es für die Haushaltsgeräte von Vorteil wäre. Am stärksten gefährdet sind die Geräte die Wasser auf mindestens 60 Grad erwärmen – Wasserkocher, Spülmaschine, Kaffeemaschine/Kaffeevollautomat und Waschmaschine. Warum ab 60 Grad? Weil sich der Kalk ab 60 Grad vom Wasser absetzt! Die Folgen dessen kennt wohl jeder, doch was kann man machen um die Geräte effektiv und schonend zu entkalken bzw. vor einem Schaden durch Kalk zu bewahren?

 

 

Was nimmt man zum Entkalken?

Im Grunde kann zum Entkalken jede Säure verwendet werden, denn jede Säure entfernt den Kalk. Doch die meisten dieser Säuren greifen Maschinenteile aus Gummi, Silikon und Kunststoff an – daher sollte immer mit Zitronensäure entkalkt werden! Diese greift weder Silikon noch Gummi an – Kunststoffe nur in seltenen Fällen. Neben Zitronensäure kann natürlich auch im Handel erhältlicher Entkalker genutzt werden, doch auch diese enthalten in den meisten Fällen Zitronensäure. Sollte zum Entkalker aus dem Handel gegriffen werden ist es wichtig genau darauf zu achten was auf der Verpackung steht – Wasserenthärter ist kein Entkalker! Wasserenthärter macht lediglich das Wasser weicher und verhindert so Kalkablagerungen, jedoch kann er keine Kalkablagerungen beseitigen.

 

 

Welche Dinge zum entkalken taugen, aber besser nicht genutzt werden sollen

Alle hier aufgeführten Dinge können theoretisch zum Entkalken genutzt werden, jedoch sollte jedem bewusst sein, dass einige dieser Mittel unter Umständen Gummi-, Silikon- oder Kunststoffteile in den Maschinen angreifen können!

 

  • Soda
  • Aspirin
  • Backpulver
  • Essig
  • Essigsäure
  • Essigessenz
  • Zitrone
  • Gebissreiniger

 

 

Waschmaschine entkalken – so geht’s!

Zum entkalken der Waschmaschine sollte niemals ein Vorwaschgang genutzt werden! Dieser würde das Mittel zum entkalken wegspülen und der ganze Vorgang würde nichts bringen!

 

Methode 1 – Entkalker aus dem Handel

Zuerst sollte die Waschmittelschublade von Waschmittelresten gesäubert werden. Hierfür kann die Schublade, insoweit dies möglich ist, aus der Maschine herausgenommen werden. Das erleichtert das Reinigen! Nun den handelsüblichen Entkalker nach den Vorgaben auf der Verpackung in die Waschmittelschublade oder Wäschetrommel geben (von Entkalker zu Entkalker unterschiedlich) und die Maschine auf Kochwäsche mit höchster Temperatur laufen lassen – ohne Wäsche versteht sich.

Tipp! Wenn die Waschmaschine eine Pausenfunktion hat dann kann diese genutzt werden um den Entkalker noch besser wirken zu lassen. Hierzu muss lediglich der Pausenmodus bei erreichen der Höchsttemperatur für 20-30 Minuten eingeschaltet werden!

 

Methode 2 – Zitronensäure

Ebenso wie bei Methode 1 sollte zu Anfang die Waschmittelschublade gereinigt werden. Diese kann bei Bedarf aus der Maschine entnommen werden – vereinfacht das Reinigen. Nun sollte die Lösung zum Entkalken vorbereitet werden! Hierzu sollten 100 Gramm Zitronensäurepulver in zwei Liter Wasser aufgelöst werden. Die Fertige Lösung kann anschließend in die Waschmittelschublade gegossen werden. Die Waschmaschine sollte jetzt auf Kochwäsche mit der höchsten Temperatur gestellt werden – ohne Wäsche in der Maschine versteht sich.

Tipp! Um den Entkalker noch besser wirken zu lassen kann die Maschine bei Erreichen der Höchsttemperatur für 20-30 Minuten auf Pause gestellt werden falls die Waschmaschine über diese Option verfügt.

 

 

Spülmaschine entkalken – so geht’s!

Eine Spülmaschine muss eigentlich nicht entkalkt werden! Spülmaschinen besitzen von Werk aus einen integrierten Enthärter der die Maschine vor dem Kalk schützen soll. Dazu muss dieser von Zeit zu Zeit mit Salz versorgt werden. Geschieht dies nicht, dann kann und wird die Maschine mit der Zeit verkalken! Wurde die Maschine längere Zeit ohne Salz benutzt dann empfiehlt es sich diese zu entkalken – hierzu können zwei Mittel genutzt werden – handelsüblicher Entkalker oder Zitronensäure!

Egal für welches Mittel man sich entscheidet, der Vorgang zum entkalken ist der gleiche – Voraussetzung ist eine leere Spülmaschine! Das Mittel in das Waschmittelfach geben und ein Reinigungsprogramm wählen welches mit mindestens 60 Grad heißen Wasser arbeitet! Sehr wichtig ist, dass kein Vorwaschgang/Einweichvorgang oder ähnliches eingestellt ist, denn dieser würde das Entkalkungsmittel wegspülen!

 

 

Kaffeemaschine, Kaffeevollautomat, Teekocher oder Samowar entkalken – so geht’s!

Ganz gleich welche dieser Maschinen entkalkt werden soll, der Prozess läuft immer gleich ab. Die Lösung zum entkalken wird einfach in den Wassertank gegeben und die Maschine angestellt. Auf diese Weise werden alle verkalkten Teile der Maschine gereinigt. Ist der Prozess beendet sollte die Maschine einen weiteren Zyklus durchlaufen, nur dieses Mal mit frischen Wasser. Dadurch werden auch die Reste des Entkalkers und der restliche Kalk aus der Maschine gespült! Als Entkalker kann auch in diesem Fall wieder eine Zitronensäure-Wasser-Lösung oder das Produkt aus dem Supermarkt dienen. Kostengünstiger ist die Zitronensäure-Wasser-Lösung – ob diese jedoch genommen wird obliegt jedem Nutzer selbst.

 

 

Wasserkocher entkalken – so geht’s!

Um einen Wasserkocher zu entkalken wird dieser einfach mit der Lösung zum entkalken befüllt und angestellt. Auch hierfür kann wieder Zitronensäure mit Wasser gemischt genutzt oder zum fertigen Entkalker aus dem Supermarkt gegriffen werden – was es wird entscheidet der Nutzer. Wird der fertige Entkalker aus dem Supermarkt verwendet muss zwecks der Dosierung nach den Vorgaben auf der Verpackung gearbeitet werden. Wenn der Wasserkocher das Wasser erhitzt hat sollte das Gerät noch – 10-20 Minuten stehen gelassen werden bevor das Wasser ausgekippt wird. Ist der Kalk nun vollständig entfernt kann der Behälter ausgewaschen werden und ein zweiter Durchlauf erfolgen, aber dieses Mal mit frischen Wasser! Ist noch Kalk an den Heizstäben? Dann sollte ein zweiter Durchgang mit frischen Entkalkungsmittel vorgenommen werden.